Jul 05

Wo trifft AC/DC auf Polo National? Wo hört man neuste Partyhits und alte Witze? Wo findet man sein Herzblatt (oder auch nicht)? Natürlich, nur ein Wochenende mit dem TSVF im Graubünden bietet Herzflattern, aufstrebende (Welt-) Stars, sinkende Sternchen und allergattig Aufregung.
Doch von vorne. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen besuchte der TSVF am 3. und 4. Juli ein Turnfest, diesmal in der Nähe von Maienfeld. Ob wir da etwa ausgebrannt oder gar unmotiviert pünktlich um 445 Uhr ins Postauto kletterten? Nein! Trotz frühester Morgenstunde war von schweren Beinen und müden Gesichtern nichts zu sehen. Allgemeine Freude übers bevorstehende Wochenende war zu spüren. Noch hatte niemand eine Ahnung, mit wie viel mehr Cervelat-Prominenz wir am nächsten Tag retour fahren würden!
Eine schöne Zeltanlage, eine tolle Kulisse und grossartiges Wetter erwartete uns am Bündner-Glarner Kantonalen Turnfest. Schnellstens die Zelte aufgestellt, ausgepackt und umgezogen, denn kurz nach unserer Ankunft war bereits Action angesagt. Es folgten über einige Stunden verteilte Wettkämpfe in drei Disziplinen (Einzelwettkampf, FMS und Fachtest). Das unglaublich heisse Wetter und die unberechenbare Bündner Bise trugen zu den ohnehin anstrengenden Wettkämpfen das Ihrige bei. Leider muss unsere sportliche Leistung ehrlicherweise als „durchzogen“ eingestuft werden. Nebst einigen herausragenden Resultaten bewegten wir uns vor allem im vorderen Mittelfeld.
Etwaige Enttäuschungen lassen sich aber im schönen Bündnerland bestens kurieren. So war anschliessend an die Wettkämpfe eine Degustation bei einem lokalen Weinbauer geplant. Mit dem Postauto kämpften wir uns um engste Kurven und durch schmale Gässchen, welche kaum breit genug für ein normales Auto schienen. Hier eine kurze Lobeshymne auf unseren Chauffeur, glaubt mir, er hats verdient! Walter, Weltmeister der Postautofahrer! Wo andere mit Smart und Minis in Schweiss ausgebrochen wären, manövrierte er uns in Millimeterarbeit sicher ans Ziel!!
Angekommen im Torkel (kein Witz, das heisst da so!)genossen wir den kühlen Weinkeller. Nicht nur die angenehmsten Temperaturen des Tages fanden wir dort, nein, auch tausende von Litern besten Wein. Aber ganz ehrlich, die anschliessende Degustation war dann nochmals um Welten besser! Die interessante und lehrreiche Führung mit Hanspeter Lampert rundete den ganzen Ausflug ab. Der geplante einstündige Aufenthalt dehnte sich zu angenehmen drei Stunden. Ich bin überzeugt, einige von uns wären gerne dort geblieben.
Nach dem Weinsüffeln war natürlich von müden Beinen nichts mehr zu sehen und vor allem nicht zu hören. Es folgte die Rückfahrt und die erste und einzige Staffel von „Maienfeld sucht den Superstar (MSDS)“. Unglaublich, wie viel Talent in ein Postauto passt. Luftgitarren dröhnten, Comedians von Weltformat hatten ihren ersten Auftritt und die Spitze der Hitparade von Morgen gab sich die Klinke in die Hand.
Mit solcher Unterhaltung war natürlich der Rückweg zum Zeltplatz schnell geschafft. Beim anschliessenden Abendessen wurde bei den Programmchefs des EPSF (Erster Privater Sender Frauenkappelens) heftigst diskutiert. Nach dem erfolgreichen Format „MSDS“ sollte nun ein Nachfolger produziert werden. Nach langen und schwierigen Verhandlungen entschied man sich für eine Neuauflage des alten Klassikers „Herzblatt“. Leider entpuppte sich dies als Flopp (der erste Single flüchtete durch die Hintertür – mitten in der Sendung! – und Single Nr. 2. vertröstete sein „Herzblatt“ mit einem übriggebliebenen Stück Rüeblitorte). Nachdem also der EPSF Konkurs anmelden musste, verstreute sich das Publikum und verteilte sich auf die umliegenden Festzelte. Für einige wurde es eine Nacht in bester Turnfestmanier, will heissen, eine sehr lange! Bei anderen machte sich aber die frühe Tagwacht, die Hitze und Anstrengung des Tages bemerkbar.
Wie auch immer die Nacht verbracht wurde, am nächsten Morgen sahen wir alle wohl ziemlich mitgenommen aus. Zum Glück durften wir ab jetzt nur noch zuschauen. Es folgten Gymnastik- und Gerätevorführungen, die Rangverkündigung und unsere zeitige Abreise.
Abschliessend lässt sich sagen: Egal ob am Mikrofon oder auf dem Sportplatz: Frauenkappelen überzeugt (meistens)!

Weingut Hanspeter Lampert: www.lampert-weinbau.ch

Karin König

2 Antworten zu “Turnfest Maienfeld 2010”

  1. weiss daniel sagt:

    hallo super bricht ha dswuchenänd genau so empfunde.
    I ha zwar gmeint du wöusch schnäu e duschi nä u nächer es bierli köpfe aber bi däm lange bricht isch dänk nüt druss worde oder???

  2. Karin König sagt:

    Merci Dänu – Es het für Duschi und sogar zwöi Bier glängt. Das erliechteret ds schribe enorm =)

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